Samstag, 13. Mai 2017

Blue Ridge Mountains

Ich bin heute extrem früh gestartet. Nicht ganz freiwillig, aber der letzte Campground war auch das Allerletzte. Nicht genug damit, dass irgendwelche Vollidioten den ganzen Abend mit Golfcars (benzinbetrieben!) übers Gelände fahren. Nein, morgens um 5 startet der erste seinen Truck und läßt ihn erstmal gründlich warmlaufen, bevor er losfährt. Unfassbar!
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Ich habe schnell zusammengepackt und den ungemütlichen Campground verlassen. Die Gegend wurde mittlerweile richtig hügelig und das Fahren machte wieder richtig Spass. Leider war es noch recht trüb und neblig.

 


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Irgendwann habe ich dann auch die Grenze zu Virginia überschritten und die Blue Ridge Mountains kamen in Sicht.

Im Prinzip sieht es aus wie im bayrischen Voralpenland, nur dass man kaum Verkehr auf den Strassen hat. Heute war ich wegen der nassen Strasse noch das Hindernis, morgen wird das anders werden! Denn am Nachmittag wurde es trocken und ich konnte ordentlich in den Kurven Gas geben. Die vergleichsweise unscheinbaren Warnschildchen in den schärferen Kurven sollte man unbedingt beachten.
P1090197Am frühen Nachmittag habe ich diesmal gezielt einen KOA Campingplatz gesucht und es mir dort gemütlich gemacht. Noch bin ich nicht ganz im Campingmodus und so bin ich abends in den nächsten Ort zu einem Subway gefahren. Wie so oft bei irgendwelchen Stopps werde ich gleich angesprochen und nach dem Woher und Wohin gefragt. Der nette Mensch diesmal erzählte mir, dass er eine 1100er Kawasaki fährt und hat mich gleich auf das Sandwich eingeladen. Wir haben uns dann beim Essen sehr gut unterhalten. So kann es gerne weitergehen!

Donnerstag, 11. Mai 2017

White Star Park Campground, Gibsonburg OH

Heute morgen gings nun nach einem ordentlichen Frühstück mit Rührei, Bacon, Toast und reichlich Kaffee los. Diesmal auf die richtig lange Strecke Richtung Florida. Angepeilt waren für diesen Tag ca. 300km und das reicht auch, wenn mal wieder eine Grenze dazwischen ist.
P1090171Zunächst führte die Strecke über endlos gerade Landstrassen durch das Farmland in Südwest-Ontario. Noch ein letzter Stopp bei Tim Hortons mit Kaffee und Maple Donut in Chatham und dann geradewegs nach Windsor. Auf der anderen Seite von Windsor liegt dann schon Detroit.
Nach der Überquerung der Ambassador Bridge, welche den Fluß zwischen dem Lake Saint Clair und dem Lake Erie überspannt, kam dann mal wieder die US-Grenze. Diesmal waren relativ wenige Fahrzeuge vor mir, sodaß ich recht schnell an das Kontrollhäuschen kam. Wahrscheinlich werden die hinter mir Wartenden recht geflucht haben, denn ich wurde mal wieder nicht so schnell abgefertigt. Natürlich gab es wieder die üblichen Fragen, woher, wohin, Wohnort, Beruf, Arbeit, wieviel Geld dabei. Dazu noch Telefonate wegen des Motorrads und ein Kollege wurde auch noch gerufen. Aber dann war alles in Ordnung (kein Wunder) und ich konnte fahren.

Das zeigt mir jedesmal wieder, mit welchem Luxus ohne Grenzen wir in Europa leben. Das sollte sich jeder vor Augen führen, der meint, die EU wäre überflüssig und man sollte sich doch wieder abspalten.

P1090175In Detroit führte mich das GPS erstmal durch Gegenden mit verfallenen Fabrikanlagen, wo man abends wahrscheinlich besser nicht mehr unterwegs ist. In den Suburbs wurden die Häuser schon wieder ordentlicher und die Rasenflächen davor gepflegter.

2017-05-11 19.54.29Bei Gibsonburg habe ich den Tag dann auf einem Campground abgeschlossen. Erst war ich ein wenig irritiert, weil weit und breit kein Office zu sehen war. Hier mußte man die Campinggebühr einfach in einen Umschlag stecken und in eine Box werfen. Wieder was Neues gelernt.

Samstag, 6. Mai 2017

Snow Shoe Campground, Pennsylvania

Heute morgen bin ich bei trockenem Wetter von Philly losgefahren in Richtung Toronto. Regen gab es schauerweise den ganzen Tag. Wäre es trocken geblieben, so hätte ich schon früher an einem Campground gestoppt. Aber so werde ich die Strecke bis zu meinen Verwandten bei London (ON) ich zwei Tagen machen.
Die Strecke war in natura so super, wie ich sie geplant hatte. Es ging über herrlich kurvige Landstrassen. An einem Abschnitt war alles voller Farmen, die wohl von den dortigen Amish betrieben werden. Man hat jedenfalls immer die charakteristischen Pferdeeinspänner gesehen. Leider ohne Foto wegen des Wetters. Motel war leider kein einziges an der Strecke, dabei hätte ich heute bei 6-8 Grad gerne wieder eines genommen. Als mir dann dieser Campground “über den Weg lief”, habe ich spontan angehalten und den Tag abgeschlossen. Morgen werde ich ein paar mehr Kilometer machen müssen, aber davon sind in Ontario auch ein guter Teil Autobahn.

Mittwoch, 3. Mai 2017

New York, New York!

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Ich hatte es eigentlich schon abgehakt, New York direkt zu besuchen. Der Verkehr bei der Durchfahrt auf dem Weg nach Philadelphia hat mir gereicht. Andreas hat sich die Mühe gemacht, und ist mit mir extra nach New York reingefahren. Sind mal eben 2 Stunden hin und dasselbe wieder zurück. Mit einem Parkplatz hatten wir Glück, aber der kostete für deutsche Verhältnisse unglaubliche 44$ ! Geht aber auch schon bis zu 100$ für einen Tag, daher war das ein Schnäppchen.

 



P1090116Die Stadt ist der Wahnsinn. Bilder können die Atmosphäre dort kaum wiedergeben. Alles ist größer, als man sich das vorstellen kann. Die Häuserfassaden sind gepflastert mit gewaltigen Vollfarbbildschirmen in allen Formen, teilweise vom Erdgeschoß bis zur Dachkante. Think Big eben!

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Geht man aber nur ein Stück in den Central Park hinein, so verschwindet der Lärm im Hintergrund und man fühlt ich wie in einem Erholungsgebiet. Hier gibt es auch Fahrradverleiher, um den Park mit dem Rad erkunden zu können. In den Stadtverkehr drumrum würde ich eher nicht fahren wollen.

 

 

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Blick von der Staten Island Ferry auf Manhattan. Die Fähre ist völlig kostenlos und verbindet Manhattan mit Staten Island. Man hat von der Fähre aus auch eine super Fotoposition auf die Freiheitsstatue. Leider wurde es zu dunkel, um noch ein vernünftiges Foto zu bekommen.

Aber nach diesem Tag heute muß ich hier sowieso nochmal herkommen.und die Stadt für ein paar Tage besichtigen. Wenn man das System der durchnummerierten Straßen mal verinnerlicht hat, ist eine Orientierung auch nicht mehr so schwer.

Nochmal Danke Andreas!

Dienstag, 2. Mai 2017

Philadelphia

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Heute war Stadtbesichtigung angesagt. Wir sind erstmal mit dem Zug nach Downtown gefahren. Es gibt zwar Parkmöglichkeiten, aber wie in jeder Großstadt macht Autofahren hier nicht wirklich Spaß.

 

 

 

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Die Schluchten zwischen den verglasten Hochhäusern sind immer wieder beeindruckend.

 

 



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Die Stadt hat aber auch sehr viele grüne Flächen, die sie sehr gemütlich machen.

 

 

 


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In den Seitenstrassen, wo alles etwas weniger “business” ist, findet man viele solcher Kunstwerke.

 

 

 

Das Wetter hier ist übrigens frühsommerlich (mit Tendenz zu heiß!). Ich laufe inzwischen hier in kurzer Hose und barfuß herum. Den Frühling habe ich glatt übersprungen.

Sonntag, 30. April 2017

Die Ostküste

Heute morgen bin ich mit der Sonne um 6 Uhr bestens ausgeschlafen aufgewacht. Am besten, ich kümmere mich nicht mehr um die Zeitverschiebungen. Von New Brunswick nach Maine wurde die Uhr nämlich eine Stunde zurückgestellt.
Früher losgekommen bin ich trotzdem nicht. Mal abgesehen davon, dass das Packen noch ein wenig unorganisiert abläuft, bekam ich heute morgen Kaffee und Rosinentoast von meinen netten Campingnachbarn serviert! Ein kleines Lagerfeuer brannte auch schon, da sagt man nicht nein. Und ich habe ja Zeit genau für solche Momente.

Im Gegensatz zu gestern wars heute morgen mal wieder 20 Grad kälter, aber die Sonne versprach einen warmen Tag. Leider hielt das Versprechen nicht, aber ich hatte natürlich voreilig die Heizsohlen wieder herausgenommen und weniger angezogen. So mußte ich später wieder alles anziehen, da es auch wieder zu regnen begann.P1090061

Mittags entdeckte ich einen unscheinbaren Flachbau, dessen Schild “Steamed Hot Dogs” versprach. Und dem zugeparkten Gelände nach zu urteilen, mussten diese wirklich gut sein. Und das waren sie dann auch. Schade, dass ich hier wahrscheinlich nie wieder vorbeikomme.

Der Verkehr wurde inzwischen etwas “unangenehmer”, das entspannte Cruisen auf den Landstrassen war vorbei. Es hält sich auch kaum einer mehr an Tempolimits. Das Besichtigen von Städten verkneife ich mir mit dem eigenen Fahrzeug.
Während auf dem Land noch ganz normal wie bei uns zuerst getankt und dann bezahlt werden konnte, lief das hier nicht mehr so einfach. An der ersten Tanke wurde an der Säule noch ganz normal meine Kreditkarte akzeptiert. Bei der zweiten fragte die Säule nach dem ZIP-Code, also der Postleitzahl (warum auch immer). Hier machte ich den Fehler, meine eigene Postleitzahl einzugeben, worauf die Säule mich zum Kassierer schickte. Der ließ mich erst gar nicht zu Wort kommen, sondern fuhr mich an, ob ich ihn denn mit meiner Helmkamera aufnehmen würde. Erst nachdem er sich überzeugt hatte, dass die Schutzkappe auf dem Objektiv war, konnte ich fragen, wie ich an Sprit komme. Er wollte dann wissen, wieviel ich wolle, das würde er dann freigeben. Da ich weder halbvoll tanken noch mehr bezahlen wollte, als in den Tank passt, habe ich die Tanke wieder verlassen. An der nächsten habe ich dann irgendeinen lokalen Zip-Code eingegeben, damit war die Säule dann zufrieden.
Diese Vorgehensweise hier in den Ballungsgebieten, vor dem Tanken zu bezahlen zu müssen, gibt mir über die Mentalität schon ein wenig zu denken.